Physikalische Eigenschaften von Schmierstoffen
Schmieröle und Schmierfette
Bei Ölen spricht man von der Viskosität geht um die physikalischen Eigenschaften. Änderungen der Viskosität werden beim Betrieb der Zentralschmieranlage durch wechselnde Temperaturen beim Start und während der Laufzeit hervorgerufen, diese Änderung ist vom jeweiligen Öltyp abhängig und wird im sog. V-T (Viskosität - Temperatur) Verhalten dargestellt. Generell werden Öle bei steigenden Temperaturen flüssiger (niederviskoser) und bei steigenden Graden zähflüssiger (viskoser).
Es wird zwischen kinematischer und dynamischer Viskosität unterschieden, wobei die Berechnung mittels einer einfachen Formel berechnet werden kann:
| Kinematische Viskosität = | Dynamische Viskosität |
| Dichte |
Die kinematische Viskosität wird in mm²/s (früher: cSt - centi Stoke) und die dynamische Viskosität in mPa/s (früher: cP - centi Poise) angegeben.
Die Angaben der kinematische Viskositäten erfolgt gewöhnlich für +40°C, bei manchen Herstellern findet man jedoch auch Angaben für +100°C.
Fette gehören keinen Viskositätsklassen an, da sie nicht zu den "Newtonschen Flüssigkeiten" zählen, die Eigenschaften werden in Konsistenzklassen geteilt, obgleich Fette neben Eindicker und Additiven zum größten Teil aus Ölen bestehen. Die Ölanteile liegen je nach Konsistenzklasse zwischen ca. 70% und ca. 95%. Zu Veränderungen der Fettstruktur tragen ebenfalls die vorherrschenden Temperaturen, aber hauptsächlich der Eindicker bei.
Die Entwicklung von Schmierfetten erfolgt nach dem National Lubricating Grease Institute (NLGI) der USA und wird je nach Fließeigenschaften in die entsprechenden Konsistenzklassen (NLGI-Klassen) eingeteilt.
Je niedriger die Temperaturen in denen Fette gefördert werden, desto höhere Drücke muss die Zentralschmieranlage leisten können.
Bei Schmierfetten mit erhöhter Ölseparationsneigung kommt es zum sog. Ausbluten - es erfolgt eine (teil-)weise Trennung von Öl und Eindicker, was zu Schmierstoffverhärtungen, einer Verschlechterung von Fließeigenschaften, bis hin zu Ausfällen der Schmieranlage führt.